Antiquitätenbörse

Aktuelles und Termine


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Retrospektive Serge Poliakoff in München

27.04.2007 - 08.07.2007

In Kooperation mit der Kunsthalle in Emden zeigt die Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung ab April eine Retrospektive von Serge Poliakoff, der als Meister der École de Paris in den 5oer und 6oer Jahren weltberühmt war. Seine gleichermaßen in der Farbigkeit des Orphismus wie der konstruktiven Spannung des Kubismus verwurzelten Kompositionen stehen bis heute stellvertretend für den Siegeszug der Abstraktion in der westlichen Welt nach dem 2. Weltkrieg.

Der in Russland geborene Künstler flüchtete 1918 nach Paris, wo er fortan lebte und arbeitete. Nach einer Ausbildung an den Akademien in Paris und London konnte sich Poliakoff mit den verschiedenen Strömungen der Avantgarde ganz persönlich auseinandersetzen. Freundschaftlich verbunden mit Künstlern wie Wassily Kandinsky, Otto Freundlich oder Sonia Delaunay entwickelte Poliakoff ausgehend vom Fauvismus ab den 1930er Jahren einen eigenständigen Zugang zur Abstraktion. Einfache, sich puzzleartig verschränkende Formen bilden das Gerüst seiner sich aus der reinen Materialität der Farbe aufbauenden Kompositionen, die bis heute Sammler in der ganzen Welt begeistern.

Nachdem die Rückkehr der Figuration in der Malerei seit einigen Jahren gefeiert wird, scheint es an der Zeit, mit ca. 8o Gemälden, 4o Gouachen und etwa 20 ausgewählten grafischen Werken von Poliakoff die Welt der ungegenständlichen Kunst wieder in den Blickpunkt zu stellen. Diese Retrospektive des 1969 in Paris verstorbenen Malers wird in Zusammenarbeit mit Poliakoffs Sohn Alexis realisiert.

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Event im Airport - In Düsseldorf hat die "antique & kunst“ Premiere

28.02.2007 - 03.04.2007

Ohne eine Antiquitätenmesse mag man sich ein rheinisches Frühjahr offenbar nicht vorstellen. Nach dem Terminwechsel der angestammten Kölner Messe (Cologne Fine Art) in den Herbst regten sich jedenfalls erste Stimmen, nun für Düsseldorf eine Messe zurückzugewinnen. So ward die antique & kunst düsseldorf aus der Taufe gehoben. Michael Daniels und Josef M. Renk, die Initiatoren und Veranstalter der Hannoveraner Messe "kunst in Herrenhausen", übernahmen die Leitung, gewannen rund 55 renommierte Aussteller und einen bislang einmaligen Schauplatz: eine Halle auf dem Düsseldorfer Flughafen. "Die Architektur", davon ist Daniels überzeugt, "bietet einen belebenden Kontrast zu den Exponaten und entspricht einer zeitgemäßen Präsentation von Antiquitäten..

Aufgeboten wird vom 28. Februar bis zum 4. März ein klassisches Spektrum an

Gemälden, Möbeln und Kunsthandwerk; Freunde des Jugendstils werden auf ihre Kosten kommen und Asiatica Sammler. Feines barockes Mobiliar ist bei den Spezialisten Christian Eduard Pranke und Schmitz Avila zu finden; elegantes Biedermeier in Gestalt eines Prager Lyra Sekretärs bei Britsch jun.; Axel Schlapka hätte den stilistisch angemessenen 36 flammigen Lüster dazu, Hans Eitzenberger die kaukasische oder anatolische Teppichrarität.

Groß ist die Auswahl an Meißner Porzellan bei Holz, Oberacker und Steinbeck, und auch an exquisitem modernen Silber fehlt es nicht (Isman Fänder). Das Bildprogramm reicht von Ikonen über Landschaften der Düsseldorfer Schule bis ins 20. Jahrhundert.

antique & kunst düsseldorf, Flughafen Düsseldorf, Event Terminal - 28. Februar bis 4. März. Geöffnet von 11 bis 20 Uhr, am 4,3. von 11 bis 18 Uhr.

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Nolde bis Beckmann - Jorn bis Richter

19.01.2007 - 15.04.2007

Die Kunsthalle Emden zu Gast in München

Henri Nannen ist in Deutschland bekannt als Gründer und langjähriger Chefredakteur des STERN. Gemeinsam mit seiner Frau Eske errichtete er 1986 in Emden, ihrer beider Heimatstadt an der Nordsee, »eine lebendige Begegnungsstätte zwischen Bürgern und Bildern«. Nannen wollte seine Leidenschaft für die Kunst mit der Öffentlichkeit teilen und stiftete daher nicht nur seine umfangreiche Sammlung mit Werken von der klassischen Moderne bis zur Kunst der Gegenwart, sondern wendete sein gesamtes persönliches Vermögen auf, um die Kunsthalle in Emden zu bauen.

Der Schwerpunkt seines Kunstinteresses lag einerseits in expressiven Ausdrucksformen, andererseits in einem magisch realistischen Blick. So knüpfen an die Meisterwerke von Künstlern der "Brücke« und des »Blauen Reiter« gestische Arbeiten der Zeit nach 1945 an. Neben den großen Vertretern des »Informel« liegt in Emden ein besonderer Akzent bei den Künstlern der Gruppen „Cobra“ und „Spur“, was auf die großzügige Schenkung des Münchner Galeristen Otto van de Loo zurückgeht, der vierzehn Jahre nach Eröffnung Teile seiner Sammlung an die Kunsthalle in Emden angliederte. Neben diesen verschiedenen Spielarten des Expressiven interessierte sich Nannen jedoch auch stets für den Realismus, der sich bei Künstlern wie Kolbe, Scharl oder Radziwill ebenso findet wie im großen Block russischer Malerei aus der Zeit der Perestroika, die der Sammler kurz vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs für sich entdeckte.

Die Kunsthalle der Hypo Kulturstiftung stellt mit über 100 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen erstmals diese von persönlicher Leidenschaft geprägte Sammlung in München vor.

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„Traumwandler mit Realitätsbezug“ - Bilder von Neo Rauch in Wolfsburg

10.11.2006 - 11.03.2007

Zu Neo Rauch (Jahrgang 1960) - dem berühmtesten, in den USA hochgehandelten Vertreter der Neuen Leipziger Schule - wird gerne folgende Geschichte erzählt : Als die Malerei endgültig für tot erklärt wurde, also in den 70er und 80er Jahren, hat man hinter dem eisernen Vorhang, in Leipzig, schlicht nichts davon mitbekommen. Die armen Sozialisten-Künstler an den Hochschulen der DDR malten weiter ihre überholten gegenständlichen Motive. Anfang der 90er Jahre wurden sie damit dann berühmt Galeristen und Kunstliebhaber entdeckten die figürlichen Malerei neu und Neo Rauch und die übrigen „Verschlafenenen" malten, wie kein anderer es mehr konnte.

Ganz so märchenhaft einfach ist es natürlich nicht zugegangen. Rauch und weitere Künstler der Neuen Leipziger Schule, wie Christoph Ruckhäberle, Tilo Baumgärtel und Matthias Weischer waren natürlich nicht völlig von der Außenwelt abgeschüttet und vollkommen tot war die gegenständliche Malerei natürlich auch nie. Wahr ist aber, dass sie erst seit den 90er Jahren auf dem Kunstmark wieder gefragt ist und Rauch mit seinen Bildern groß heraus gekommen ist. Sie hängen heute im MoMa in New York und werden durchschnittlich mit hunderttausend Euro gehandelt. Der „postkommunistische Surrealismus", mit dem Rauchs Werke gerne bezeichnet werden, ist vor allem in den USA gefragt: Bis in das Jahr 2008 sind sämtliche zu erwartende Werke schon verkauft. Viele deutsche Museen können sich einen Rauch schlicht weg nicht mehr leisten.

Um so schöner, dass jetzt 80 Werke des Künstlers in Wolfsburg zu sehen sind. Es ist eine Art Retrospektive: Alle Bilder sind zwischen 1993 und 2006 entstanden und ermöglichen es einem breiten Publikum, sich ein eigenes Bild zu machen. Da gibt es zum Beispiel das Werk „Aufstand" von 2004. „Für mich bedeutet Malerei die Fortsetzung des Traums mit anderen Mitteln“, hat Rauch einmal gesagt, und dieses Bild scheint eine Verkörperung dieser Aussage zu sein. Das Motiv ist surreal: über die 2,7.5 Meter breite Leinwand streckt sich ein Schlafender aus, der im gestreiften Schlafanzug unter einer Steppdecke in seinem Bett liegt. Um ihn herum scheint sich die Welt verselbstständigt zu haben: Das Nachtischschränkchen zerfließt in seine Farbe, die zäh über den Boden quillt, und ein undefinierbares Tier mit Sonnenbrille sitzt im Sessel neben dem Bett. Es starrt drei Männer an, die eine Mischung aus bunten Schneebällen und Soft Eis rechts aus dem Bildgeschehen heraus werfen. Einer der Männer erinnert mit Vollbart und langen Haaren an Karl Marx. . Die sich verselbstständigenden Gegenstände und Formen lassen sich mit Werken von Surrealisten wie Salvador Dall oder Giorgio de Chirico in Verbindung bringen.

1993 begann der Siegeszug der „Neuen Leipziger Schule“. Ihr Charakteristikum : Motive von heute, gemalt im Stil der Alten Meister. Daran orientierte sich nun auch die nächste Generation. Im Jahr 2000 verkaufte Rauch seine ersten Bilder nach Amerika. Unterstützt wurde er dabei von der New York Times" Autorin Roberta Smith, die in ihren Artikeln den „Mann, der aus der Kälte kam" (Smith), schnell berühmt machte. Im August 2005 wurde Rauch zum Professor an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst berufen.

(Quelle : Frankfurter Neue Presse/Kunstmuseum Wolfsburg)

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ART COLOGNE 2006

01.11.2006 - 05.11.2006

Über keine der international führenden Messen für moderne und zeitgenössische Kunst wird so kontrovers diskutiert wie über die ART COLOGNE. Die älteste Kunstmesse der Welt feiert in diesem Jahr Jubiläum, denn sie findet schon zum 40. Mal statt. Ihr breit gefächertes Angebot von der Klassischen Moderne bis zu aktuellsten Kunstproduktionen polarisiert und sorgt für Gesprächsstoff. Wer mitreden will, kommt um den Besuch der ART COLOGNE also nicht umhin. Und es lohnt sich allemal. Über 200 renommierte internationale Galerien, darunter die führenden Vertreter ihrer Branche aus Europa und Übersee, präsentieren eine Auswahl ihres Galerieprogramms in den Hallen 4 und 5 des Kölner Messegeländes. Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts mit den programmatischen Schwerpunkten Klassische Moderne, Nachkriegskunst und zeitgenössische Kunst in Verbindung mit hochkarätigen Sonderausstellungen bieten ein faszinierendes Erlebnis und eine einzigartige Atmosphäre zum Kunstkauf.

In den Programmen „New Talents“ und „New Contemporaries“ stellt die ART COLOGNE dem internationalen Kunstmarkt junge Künstler und junge Galerien vor. Mit dem ab diesem Jahr neuen Programm „Hidden Treasures“ huldigt sie aber nicht nur dem Hype auf alles Zeitgenössische. Die bis fünf als „verborgene Schätze“ in Einzelpräsentationen vorgestellten Künstler sind mindestens 40 Jahre alt. Ihr Werk ist kunsthistorisch abgesichert und somit für den Kunstmarkt relevant. Und auch für dieses Angebot gilt: Gute Kunst für einen relativ kleinen Preis.

Darüber hinaus bietet die ART COLOGNE die ganze Infrastruktur und den Service der Koelnmesse, eine der größten Messegesellschaften der Welt. Noch sind die Bauarbeiten in vollem Gang. Aber zur ART COLOGNE 2006, vom 1. bis 5. November, steht der neue Eingang Süd in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof Koelnmesse Deutz mit U-Bahn, S-Bahn und ICE-Anbindung zur Verfügung. Von dort sind es über den Messe-Boulevard nur noch wenige Meter zu den Ausstellungshallen.

Öffnungszeiten:
täglich 12:00 bis 20:00 Uhr

Vernissage am 31. Oktober 2006:
17:00 bis 21:00 Uhr

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Am Teufelsmoor - Maler aus Worpswede in Dachau

01.11.2006 - 07.02.2007

Tief ziehen die Wolken unterm Blau des Himmels über den düsteren Moorboden, herbstlich leuchtet das Laub. Zuweilen ein paar Torfhütten mit ihren langgezogenen alten Schilfdächern, ganz selten mal ein einzelner Mensch auf wässrigen Wegen unterm kahlen Geäst oder ein einsam daliegendes, bescheidenes Haus. So malten Carl Vinnen , Hans am Ende, Otto Modersohn und Fritz Overbeck in den Jahren um 1900 die Landschaft südlich vom Teufelsmoor, nördlich von Bremen, beim Dorf Worpswede und beim 51 m hohen Weyersberg.

Nach seinem Düsseldorfer und Münchener Akademiestudium war Fritz Mackensen zusammen mit Modersohn, gefolgt von Hans am Ende und Otto Ubbelohde, 1889 nach Worpswede gezogen. Nach dem Vorbild des französischen Barbizon bildete sich hier eine Künstlerkolonie von Freilichtmalern, wie es sie in Dachau bereits seit der Jahrhundertmitte gab.

Folgerichtig ist jetzt in der Dachauer Gemäldegalerie das 1997 in einem Anbau des Worpsweder Modersohn-Hauses installierte Privatmuseum der Sammlung Bernhard Kaufmann mit einer Auswahl von Gemälden der ersten Worpsweder Generation zu Gast. Die Auflösung dieses Kreises von Einzelgängern begann bereits 1907 nach dem frühen Tod Paula Beckers und dem Weggang ihres Ehemanns Otto Modersohn. Overbeck war 1905 weggezogen.

Durch den Verkauf seiner Niederländer Sammlung gewann der Berliner Kunstpostkarten Verleger Bernhard Kaufmann (1896 1980) die Mittel für seine bis 1998 im Kunsthaus Stade zugänglich gewesenen Worpsweder Bilder. Sie zu sammeln und sich 1949 am Ort ihrer Entstehung anzusiedeln, verdankte er den vermittelnden Anstößen Fritz Mackensens.

So manche Hauptwerke zumal Paula Beckers mögen bald bereits unerreichbar oder zu teuer gewesen sein. Umso mehr Interesse finden jetzt die teils skizzenhaften, in programmatischer Undeutlichkeit gehaltenen kleineren Formate, die nach Paula Beckers beiden Paris-Aufenthalten erneut in Worpswede entstanden: eine Birkenallee oder ein einzelner Baumstamm im Moor, ein Mädchen im weißen Kleid, Kinder in der Abendsonne, eine Bäuerin mit Kopftuch, Torfstecher(innen). Zur beseelten Ganzheit strebte sie bei jedem Gegenstand. "Die Bäume wissen schon, was sich bereitet,/ die Felder schlafen ganz getröstet ein,/ die nahen Himmel haben sich geweitet,/ damit die Erde Raum hat, groß zu sein." So schrieb ihr Rainer Maria Rilke in einem Gedicht auf die Worpsweder Abendstimmungen.

Voller Klarheit und in hellen Rhythmen beschrieb Otto Modersohn einen "Herbstmorgen am Moorkanal" (1895) und stürmische Tage im Teufelsmoor. Das Unheimliche und Bedrohliche, alles Düstere und Unvollkommene überspielte Heinrich Vogeler mit seiner frühlingshaft jugendstiligen Heiterkeit. Seine poetisch stilisierte Malerei und Grafik war Teil seiner programmatischen Ideen eines Gesamtkunstwerks. Noch in Worpswede mündete das bei ihm in einen utopischen Sozialismus.

Informationen unter Tel. 08131/56 75 14.

(Quelle : REINHARD MÜLLER MEHLIS, Münchner Merkur 2.11.20006)

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51. Kunst-Messe München

21.10.2006 - 29.10.2006

51. Kunst-Messe München wieder mit langer Laufzeit

Die Vorbereitungen für die 51. Kunst-Messe München, die von Samstag, den 21. Oktober bis zum Sonntag, den 29. Oktober 2006 stattfinden wird, laufen bereits auf Hochtouren. Für die Halle B6 auf der Neuen Messe in Riem ist eine veränderte Messearchitektur mit modernen Akzenten in Planung. Aber auch bei der Zusammensetzung der Aussteller wird es frische Impulse geben. Der am Kunstmarkt inzwischen deutlich spürbare Aufschwung hat zu zahlreichen Anfragen und verbindlichen Anmeldungen aus dem In- und Ausland geführt. Die Besucher der Kunst-Messe München werden neun Tage lang die Gelegenheit haben, in einem exquisiten Rahmen Kunst von der Antike bis zur Gegenwart zu genießen. Dazu gehören sowohl zwei Wochenenden, wie auch zwei Abende mit verlängerten Öffnungszeiten. Da gerade jüngere, berufstätige Kunden das Erlebnis einer "after-work" Veranstaltung schätzen, wird die 51. Kunst-Messe München am Dienstag und am Donnerstag von 11 Uhr bis 22 Uhr geöffnet sein. Die Attraktivität dieser Regelung wurde im Vorjahr durch zahlreiche Verkaufsabschlüsse in den Abendstunden eindrucksvoll bestätigt. An den übrigen Tagen kann die Kunst-Messe München von 11 Uhr bis 19 Uhr besucht werden. Der internationale Trend zeigt deutlich, dass heute wieder verstärkt in Kunst investiert wird. Gerade herausragende, qualitätvolle Spitzenobjekte haben sich als krisenfeste Anlagen erwiesen, die als kleine, aber erwünschte Nebenwirkung auch noch Freude und kulturellen Glanz ins Haus bringen.


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"Die Erfindung der Romantik" - Caspar D. Friedrich - Ausstellung in Hamburg

07.10.2006 - 28.01.2007

Noch zu Lebzeiten in Vergessenheit geraten, wurde Caspar David Friedrich zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt und gilt heute als wichtigster Maler der deutschen Romantik. Auch im europäischen Ausland, in Rußland und in Amerika fand sein Werk in den letzten Jahrzehnten zunehmende Beachtung. Friedrich ist nunmehr auch international als einer der zentralen Künstler des 19. Jh.s anerkannt. Dies zeigen unter anderem die große Caspar David Friedrich-Ausstellung 1972 in der Tate Gallery in London, die kleineren 1991 und 2002 im Metropolitan Museum in New York oder die Ausstellung 1992 im Prado in Madrid. In Deutschland ist unsere Retrospektive die erste nach den beiden großen Ausstellungen zu Friedrichs 200. Geburtstag 1974 in Hamburg und Dresden.


Die Erfindung der Romantik

Spätestens seit diesen beiden Jubiläumsausstellungen hat die Friedrich-Forschung einen enormen Aufschwung erfahren, wobei es zu durchaus kontroversen Interpretationen seiner Werke kam. Besonders zwei Linien haben sich herausgebildet: die religiöse und die politische Deutung der Friedrichschen Bildmotive. Gegenüber diesen zuweilen einseitig symbolischen Interpretationsansätzen versucht die Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle vor allem die künstlerische Bedeutung des Werkes hervorzuheben, das heißt, die Frage nach der „Erfindung der Romantik“. Hiermit ist zunächst der Aspekt der Bilderfindung in Friedrichs künstlerischem Schaffen gemeint – im Sinne der Fiktivität seiner Naturansichten, die Detailrealismus und abstrakte Konstruktion in sich vereinen. Darüber hinaus verweist der Titel auf den epochalen Umbruch, den die Romantik in der Kunst ebenso wie im Denken und Fühlen des bürgerlichen Zeitalters vollzogen hat. Entgegen der im 20. Jahrhundert gängigen Assoziation des Romantischen mit dem Gefühlvollen, Ungenauen will die Ausstellung den Blick für die Präzision und Konstruktivität in Friedrichs Werken und für die bewußte Kalkulation ihrer Wirkung schärfen. In diesem Sinne soll eine kleine Gruppe von Arbeiten zeitgenössischer Künstler Friedrichs Aktualität in einer Art Epilog beleuchten.

Das Konzept der Ausstellung

Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. 7 Kapitel führen das Schaffen Friedrichs in seiner ganzen Vielfalt vor Augen: die klassischen Bildmotive der romantischen Malerei finden ebenso Beachtung wie die spezifische Bildregie des Künstlers zur Erfindung romantischer Stimmungen und Empfindungen. Sensationell ist die große Anzahl von Meisterwerken, die im Museum Folkwang in Essen zu sehen sein werden. Ca. 70 Ölgemälde und über 100 Zeichnungen, Sepien und Aquarelle aus mehr als 50 Museen und Privatsammlungen werden gezeigt. Das Zustandekommen der Ausstellung und die außerordentliche Qualität ihrer Exponate verdanken sich glücklichen Umständen, die die vier bedeutendsten Friedrich-Sammlungen, nämlich in Berlin, Dresden, Hamburg und St. Petersburg bewogen haben, ihre Hauptwerke der Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus kommt aus dem Museum Oskar Reinhart am Stadtgarten, Winterthur, mit den berühmten "Kreidefelsen auf Rügen" das wohl bekannteste Gemälde Friedrichs nach Hamburg. Diese Möglichkeit wird es in absehbarer Zeit kein zweites Mal geben. Dank der Großzügigkeit der fünf Häuser hat die Ausstellung die Chance, zu einer der bedeutendsten zu werden, die dem Künstler je gewidmet wurden.

(Quelle : Kunsthalle Hamburg)

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Berlin at it´s Best - 11. ART FORUM BERLIN

30.09.2006 - 04.10.2006

Das 11. ART FORUM BERLIN - die internationale Messe für Gegenwartskunst - findet vom Samstag, 30. September bis Mittwoch, 4. Oktober 2006 statt. Eröffnet wird die Messe am Freitag, 29. September. Wie schon in den Jahren zuvor bieten die hohen lichten Hallen 18-20 des Berliner Messegeländes einen hervorragenden Rahmen für das ART FORUM BERLIN und seine Markenzeichen: außergewöhnliche Standkonzepte, exklusiv von Künstlern für das ART FORUM BERLIN gestaltete Lounges sowie zum dritten Mai eine kuratierte Sonderaus-stellung.

Seit Anfang des Jahres wird der internationale Galerienbeirat durch den Berliner Galeristen Mehdi Chouakri verstärkt. Er wird gemeinsam mit Patricia Asbaek, Kopenhagen, Georg Kargl, Wien, Stella Lohaus, Antwerpen, Gerd Harry Lybke, Berlin/Leipzig, und Christian Nagel, Köln/Berlin, dazu beitragen, das Profil des ART FORUM BERLIN als Entdeckermes-se und Sprungbrett für aktuelle Kunst weiter zu schärfen.

Das ART FORUM BERLIN gibt Sammlern ebenso wie Fachbesuchern und dem interessier-ten Publikum Einblick in die internationale Kunstszene. Berlin ist die Plattform für die Stars von morgen und die neuesten Entwicklungen renommierter Künstler.

Die Messe wird von einem aufregenden Rahmenprogramm in der Stadt begleitet. Im Ham-burger Bahnhof - Museum für Gegenwart - geben Stan Douglas, Chris Eamon, Joachim Jäger und Gabriele Knapstein Einblick in Projections in contemporary art works since 1960, ge-folgt von einer Retrospektive zu Felix Gonzalez-Torres, kuratiert von Frank Wagner vom ngbk. Weitere Höhepunkte sind die Ausstellungen Berlin-Tokyo/Tokyo-Berlin in der Neuen Nationalgalerle, Einzelausstellungen von Valérie Favre, Haus am Waldsee, Via Lewan-dowsky, nbk-Neuer Berliner Kunstverein, Sylvie Fleury/Shilpa Gupta, DaimlerChrysler Con-temporary, ATLAS GROUP/Walid Raad, Hamburger Bahnhof, oder Cal Guo-Qiang in der Deutschen Guggenheim. Klaus Biesenbach, MoMA New York, zeigt in den KW-Institute for Contemporary Art mit Into me out of me eine Übersicht der Körperkunst der 60er und 70er Jahre.

(Quelle : Art Forum Berlin Deutschlandhalle Messedamm 26 14055 Berlin Tel.: +4930 3038-1836 Fax: +4930 3038-1838, maier@messe-berlin.de)

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Caravaggio-Ausstellung - „Mords“ Schau in Düsseldorf

09.09.2006 - 07.01.2007

Berühmt sind die Ganoven, Huren und Strichjungen, die der italienische Maler Michelangelo da Merisi, genannt Caravaggio (1573 1610), in den römischen Spelunken aufgabelte, um sie zu porträtieren. Sein Realismus regte schon Zeitgenossen zu Spekulationen an. Über das Leben des frühbarocken Meisters ist nicht viel bekannt. Im Düsseldorfer Museum Kunst Palast will Kurator Jürgen Harten den Maler nun in einer großen Schau enträtseln. Er zeigt ab 9.9. neben 30 Originalen auch frühe Kopien aus der Zeit Caravaggios, darunter das Bild der Prostituierten Magdalena, der Krimiautorin Ingrid Noll einen Mord anhängt. (Quelle : FOCUS 36/2006)

Caravaggios Bilderfindungen, wie auch sein Lebensweg, wie der ganze wundersame Gefühlshaushalt des römischen Frühbarock, spiegeln den heroischen, den tragischen Versuch, das haltlos Auseinanderstrebende zu verbinden. Gott und die Welt, die Natur und die Kunst, Licht und Schatten, Hochmut und Demut. Caravaggio aber, dieses "Monstrum an Genie und Natur" (Vincente Carducho), hat diesen Bogen so straff gespannt wie kein anderer (Quelle : Manfred Schwarz, Süddeutsche Zeitung, 9.9.2006)

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nach oben zuletzt aktualisiert am 03.09.2010